Nachhaltige Geldanlagen: „Meine Motivation ist nicht die Rendite“

Dez. 16, 2025

Im Gespräch mit OEKOGENO-Mitglied Adelheid U. über nachhaltige Geldanlagen

Ein Gesprächstermin mit Adelheid U. in der Vorweihnachtszeit ist alles andere als selbstverständlich. Für die Musikerin ist im Dezember Hauptsaison: Proben und Konzerte prägen ihren Terminplan. Dazu kommen zahlreiche Begegnungen in der Familie, mit Freund:innen und in der Gemeinde – Gemeinschaft gehört für sie zum Leben.

Trotzdem nimmt sich die 82-Jährige Zeit für unser Gespräch. Vielleicht gerade deshalb: weil sie überzeugt ist, dass Verantwortung nicht irgendwann beginnt, sondern genau jetzt – auch mit dem eigenen Geld. Seit vielen Jahren ist Adelheid U. Mitglied der OEKOGENO eG. Als das ZukunftsStart-Darlehen eingeführt wurde, mit dem Projekte in einer frühen Phase finanziell unterstützt werden, hat sie umgehend investiert: nicht in erster Linie wegen der Rendite, sondern aus einer Haltung heraus, die ihr Leben prägt: Geld soll dort wirken, wo es Gemeinschaft stärkt und Zukunft ermöglicht.

Im Interview erzählt sie, was nachhaltige Geldanlagen für sie bedeuten, warum sie Investitionsentscheidungen nach Bauchgefühl trifft, weshalb Vertrauen für sie wichtiger ist als Zahlen – und was sie anderen mitgeben möchte, die noch überlegen, ob sie sich beteiligen sollen.

Zur Person

Adelheid U. ist begeisterte Musikerin und war 32 Jahre lang Schulmusikerin an einem Gymnasium. Heute ist sie Organistin einer evangelischen Kirchengemeinde in Nordrhein-Westfalen.
Sie lebt mit ihrem Mann in M., hat drei Kinder, vier Enkel und eine Urenkelin. Seit 2008 ist sie Mitglied der OEKOGENO eG und engagiert sich aus Überzeugung für nachhaltige, gemeinschaftliche Projekte.

Frau U., Gemeinschaft und Verantwortung ziehen sich wie ein roter Faden durch Ihr Leben.
Woher kommt diese Haltung – und was hat sie geprägt?

Das hat sicher viel mit meinem Lebensweg zu tun. Ich stamme aus einer Familie mit 5 Geschwistern, war mein ganzes Berufsleben lang Musikerin und Lehrerin – und heute bin ich Organistin in unserer Kirchengemeinde. Gemeinschaft war also nie etwas Abstraktes für mich, sondern immer guter gelebter Alltag.

 

Wie sind Sie ursprünglich auf die OEKOGENO aufmerksam geworden – und was hat Sie damals überzeugt, Mitglied zu werden?

Das war tatsächlich eine etwas kuriose Geschichte. Im Jahr 2005 wechselte ich meine Krankenkasse, und die gab mir drei Empfehlungen – ganz unverbindlich. Eine davon war OEKOGENO. Ich kannte damals GEPA und Oekocredit, aber OEKOGENO war mir neu, also habe ich mich näher informiert.

Ich bin schließlich -digital- in Freiburg gelandet und habe mir die Arbeit der OEKOGENO angeschaut. Das fühlte sich stimmig an – auch, wenn ich anfangs durchaus skeptisch war. Mit Genossenschaften hatte ich bis dahin nichts zu tun, und ich habe mich gefragt: Warum soll ich Mitglied werden? Und mit wie vielen Anteilen?

Trotzdem wollte ich es ausprobieren und mich breiter aufstellen. Das erschien mir sinnvoll. Ein weiterer Anstoß war ein Projekt in Freiburg, die „Vaubanaise“, das mein Mann sich vor Ort angesehen hat. Er kam zurück und sagte: Das gefällt mir gut.

So bin ich 2008 Mitglied geworden – zunächst vorsichtig, aber offen. Heute kann ich sagen: Es war die richtige Entscheidung. Mein Mann ist inzwischen ebenfalls Mitglied.

Sie haben über die Jahre verschiedene Angebote der OEKOGENO geprüft und bewusst entschieden.
Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, sich am ZukunftsStart-Darlehen zu beteiligen?

Ich habe mir die Angebote der OEKOGENO immer sehr bewusst angeschaut und entschieden: passt das zu mir – oder passt es nicht? Das ist mir wichtig.

Beim ZukunftsStart-Darlehen war für mich schnell klar: Das passt. Nicht wegen des Bonus´ – der ist nett, aber nicht ausschlaggebend. Entscheidend war für mich, dass ich Projekte unterstützen kann, die mir inhaltlich wichtig sind, und zwar zu einem frühen Zeitpunkt.

Meine Motivation ist nicht die Rendite, sondern der Wunsch, mein Geld sinnvoll einzusetzen.

Gab es einen konkreten Anlass, gerade jetzt zu investieren?

Ja – das hängt ganz pragmatisch davon ab, wann Geld verfügbar ist. Ich habe auch schon bei der OEKOGENO angerufen und gefragt: Wo wird das Geld gerade besonders gebraucht? Dann habe ich mir Rat eingeholt und entsprechend investiert.

Es geht mir darum, die OEKOGENO zu unterstützen – wo auch immer es gerade sinnvoll ist. Und da hilft natürlich, dass ich in all den Jahren keine schlechten Erfahrungen gemacht haben.

Weil große Wohnideen einen starken Start brauchen

Mit dem ZukunftsStart-Darlehen investieren Sie in nachhaltige, inklusive Wohnprojekte der OEKOGENO – und fördern genossenschaftliches Wohnen, das Gemeinschaft und Zukunft verbindet.

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Was ist Ihnen bei einem Investment besonders wichtig?

Vertrauen. Und mein Bauchgefühl.
Mit 82 wird der „Bauch“ immer wichtiger; auf ihn kann ich mich sehr gut verlassen!

Mir ist außerdem die persönliche Beratung wertvoll. Wenn ich Fragen habe, rufe ich gern in Freiburg an und bekam bisher immer Antwort und Hilfe.

Meine Geldanlagen müssen zu mir passen – sonst haben sie keine Chance. Früher war ich bei einer Bank, die mir Flugzeug- oder Rüstungsaktien angeboten hat. Da habe ich sofort abgewunken! Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind mir wichtig. Und genau die finde ich bei der OEKOGENO.

Welche Wirkung wünschen Sie sich von Ihrer Beteiligung?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass Menschen miteinander verbunden werden – in Mehrgenerationenhäusern, durch Inklusion, durch gemeinschaftliches Wohnen.

Mein Mann ist Sozialarbeiter, das hat mich über Jahrzehnte geprägt. Und auch als Lehrerin war Gemeinschaft immer zentral für mich. Deshalb ist mir nicht in erster Linie die Form der Genossenschaft wichtig, sondern die Wirkung der Projekte und die sozialen Kontakte, die dadurch entstehen.

Ich habe das Gefühl, dass mein Geld bei der OEKOGENO sinnvoll angelegt ist – dort, wo etwas entsteht, das bleibt.

Erzählen Sie anderen von der OEKOGENO?

Ja, sehr gerne! Eine Tochter, eine Freundin sind eingestiegen, mein Mann auch, auch einer meiner Enkel ist inzwischen Mitglied. Ich mache durchaus „Reklame“, weil ich mich in 17 Jahren mit meinen Investitionen bei OEKOGENO gut aufgehoben fühle.

 

 Zum Abschluss: Wie fühlt es sich an, mit dem eigenen Geld etwas Sinnvolles anzustoßen?

Da brauchen Sie mich nur anzuschauen – dann wissen Sie Bescheid:
Es gibt mir ein gutes Gefühl und ein gutes Gewissen.

 

Danke für das Gespräch!

Was bedeutet nachhaltige Geldanlage bei der OEKOGENO?

Eine nachhaltige Geldanlage bei der OEKOGENO verbindet finanzielle Beteiligung mit sozialer und ökologischer Wirkung. Das angelegte Kapital fließt gezielt in gemeinschaftliche Wohn- und Energieprojekte, die langfristig angelegt sind und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht kurzfristige Renditen, sondern Verantwortung, Transparenz und Wirkung:
Nachhaltige Geldanlage bedeutet bei der OEKOGENO, dass Mitglieder mit ihrem Geld Projekte ermöglichen, die nachhaltiges Wohnen, soziale Teilhabe und gemeinschaftliches Leben fördern.

Mit Angeboten wie dem ZukunftsStart-Darlehen können Mitglieder Projekte bereits in einer frühen Phase unterstützen – solidarisch, bewusst und wirkungsorientiert.

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